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PRF (EIGENBLUT): RECHTSLAGE, STUDIENLAGE, RISIKEN

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Worum es geht

PRF heißt plättchenreiches Fibrin. Dafür wird Blut abgenommen und ohne Zusatz von Gerinnungshemmern zentrifugiert. Dabei bleibt ein Teil mit vielen Blutplättchen und Fibrin übrig. Dieser Teil wird wieder in die Haut oder die Kopfhaut gespritzt. Rechtlich ist das eine Blutzubereitung und damit ein Arzneimittel. Ohne Herstellungserlaubnis darf es nur die Ärztin oder der Arzt herstellen, die es selbst anwendet.

Was über die Wirkung bekannt ist

Ob PRF bei Haut oder Haarausfall wirkt, ist nicht ausreichend belegt. Die vorhandenen Studien sind klein, oft ohne Kontrollgruppe, und die Nachbeobachtung ist kurz. Beim Haarausfall gehört zuerst die Ursache abgeklärt.

Risiken

Möglich sind Schmerzen, Schwellungen, Blutergüsse und Infektionen. Bei Gerinnungsstörungen, unter blutverdünnenden Mitteln und bei Entzündungen an der Stelle wird vorher besonders genau abgewogen.

Fragen für deine Ärztin oder deinen Arzt

  • Ist die Ursache meines Haarausfalls geklärt?
  • Wie wird das Blut aufbereitet?
  • Welche Belege gibt es für mein Anliegen?

HÄUFIGE FRAGEN

Ja, rechtlich ist es eine Blutzubereitung. Ohne Herstellungserlaubnis darf es nur die Ärztin oder der Arzt herstellen, die es selbst anwendet. Die Herstellung muss der Behörde angezeigt sein.

Was oft Vampirlifting heißt, ist eine Behandlung mit Eigenblut-Plasma oder Eigenblut-Fibrin. Gestrafft wird dabei nichts.

Diese Seite informiert. Ob eine Behandlung für dich in Frage kommt, kann nur eine Ärztin oder ein Arzt nach Untersuchung und Aufklärung beurteilen.

Quellen: § 4 Abs. 2, § 13 Abs. 2b, § 67 Arzneimittelgesetz; VGH München 20 BV 23.1807 vom 28.08.2024; Dohan Ehrenfest u. a. 2006, Oral Surg Oral Med Oral Pathol Oral Radiol Endod 101, e37 bis e44 (Herstellung ohne Gerinnungshemmer); systematische Übersicht zu injizierbarem PRF bei Haarausfall und Gesichtsverjüngung, Cureus 2024 (PMC11247247)