ÄRZTLICHE MINIMALINVASIVE BEHANDLUNGEN IN DER BREMER ÜBERSEESTADT

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BOTULINUMTOXIN (UMGANGSSPRACHLICH „BOTOX“) BEI MIMISCHEN FALTEN

Start / Ratgeber / Botulinumtoxin (umgangssprachlich „Botox“) bei mimischen Falten

Worum es geht

Botulinumtoxin (umgangssprachlich „Botox“, Botox® ist der Markenname eines Präparats) ist ein verschreibungspflichtiger Wirkstoff. In der ästhetischen Medizin spritzen Ärztinnen und Ärzte geringe Mengen davon in einzelne Gesichtsmuskeln, um mimische Falten im oberen Gesicht zu behandeln. Die Behandlung setzt eine ärztliche Untersuchung und Aufklärung voraus.

Wie der Wirkstoff grundsätzlich wirkt

Botulinumtoxin Typ A hemmt die Übertragung zwischen Nerv und Muskel. Der behandelte Muskel spannt sich für einige Monate weniger stark an. Dadurch kann die Falte, die er bildet, weniger tief wirken. Wie stark und wie lange, ist von Mensch zu Mensch verschieden.

Wann die Wirkung einsetzt

Sofort sichtbar ist die Wirkung nicht. Laut Fachinformation setzt sie je nach Falte in der Regel nach 2 bis 7 Tagen ein, am stärksten ist sie nach etwa 30 Tagen. Danach lässt sie nach einigen Monaten von selbst nach, laut Fachinformation hält sie bis zu 4 Monate.

Zulassung in Deutschland

In Deutschland sind mehrere Präparate mit Botulinumtoxin Typ A für bestimmte mimische Falten im oberen Gesicht bei Erwachsenen zugelassen, je nach Präparat mit einer oberen Altersgrenze. Für welche Falten genau, steht in der Fachinformation des jeweiligen Präparats und unterscheidet sich von Präparat zu Präparat. Was eine Anwendung außerhalb der Zulassung bedeutet, erklärt die Seite Botulinumtoxin außerhalb der Zulassung.

Nebenwirkungen

Häufig sind Kopfschmerzen, Rötungen und kleine Blutergüsse an den Einstichstellen. Ein Augenlid oder eine Braue kann für einige Wochen absinken. Selten kommt es zu allergischen Reaktionen. Sehr selten breitet sich die Wirkung über die behandelte Stelle hinaus aus, dann können Schluck-, Sprech- oder Atembeschwerden auftreten, das ist ein Notfall.

Gegenanzeigen und Vorsicht

Nicht angewendet wird in Schwangerschaft und Stillzeit, bei Erkrankungen der Übertragung zwischen Nerv und Muskel, bei einer Entzündung an der Einstichstelle, bei einer Allergie gegen einen Bestandteil und unter 18 Jahren. Manche Medikamente verstärken die Wirkung, etwa bestimmte Antibiotika. Sag deshalb immer, welche Medikamente du nimmst.

Fragen für deine Ärztin oder deinen Arzt

  • Für welche Falte ist das Präparat zugelassen, das verwendet würde?
  • Welche Nebenwirkungen sind bei mir wahrscheinlicher, und was passiert, wenn ein Lid absinkt?
  • Wie lange hält die Wirkung laut Fachinformation?
  • Wer behandelt mich, und mit welcher Qualifikation?

HÄUFIGE FRAGEN

Botox® ist der Markenname eines einzelnen Präparats mit dem Wirkstoff Botulinumtoxin Typ A. Umgangssprachlich sagen viele „Botox“ zu jedem Präparat mit diesem Wirkstoff. Für bestimmte Falten sind in Deutschland mehrere Präparate mit demselben Wirkstoff zugelassen.

Nein. Die Wirkung setzt in der Regel nach 2 bis 7 Tagen ein und ist nach etwa 30 Tagen am stärksten.

Ja, Botulinumtoxin ist ein Nervengift. Für Falten wird es in geringer Dosis gespritzt, die die Fachinformation je Falte festlegt. Auch dann kann sich die Wirkung sehr selten über die behandelte Stelle hinaus ausbreiten, mehr dazu unter Nebenwirkungen.

Diese Seite informiert. Ob eine Behandlung für dich in Frage kommt, kann nur eine Ärztin oder ein Arzt nach Untersuchung und Aufklärung beurteilen.

Quellen: Fachinformationen der in Deutschland zugelassenen Präparate mit Botulinumtoxin Typ A (Stand 2025 und 2026)